Das »Mahnmal der Schande« – Der Beweis für den Antisemitismus der AfD

»Höcke kommt! #DresdnerGespräche«, mit diesem Satz ludt am 17.1.2017 die »Junge Alternative Dresden« zu einer Veranstaltung ins Ball- und Brauhaus Watzke am Elbufer im Stadtteil Mickten in die »Hauptstadt des Widerstands« nach Dresden.

Auf einem Einladungs-Flyer blicken die Hauptredner des Abends, ein minimierter Markus Mohr (AfD-Ratsherr der Stadt Aachen) und ein dagegen übergroßer Björn Höcke (AfD-Fraktionsvorsitzende im Thüringer Landtag), heroisch auf die restaurierte Liebfrauenkirche der Stadt Dresden. Natürlich wurde der sakrale Hintergrund, den die JA (Junge Alternative) gewählt hat, nicht willkürlich ausgewählt, sondern dient einem entscheidenen politischem Kalkül, welcher sich im Laufe des Abends noch bestätigen sollte. Denn nichts, was der beurlaubte Gymnasiallehrer Höcke tut ist improvisiert, oder wird dem Zufall überlassen.

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Der ultrarechte AfDler versteht es sich innerhalb des rechtspopulistischen Spektrums zu inszenieren, ja sich als eine DER »Galionsfigur en des Widerstands« feiern zu lassen. Höcke repräsentiert, wie kein Anderer, den völkisch-nationalen Anteil innerhalb der AfD und führt die neurechten Gruppen innerhalb Deutschlands zusammen.

Als Höcke am Abend am Dresdener Ball- und Brauhaus Watzke eintrifft, ist er in Begleitung von Götz Kubitschek, einem neurechten Ideologen und PEGIDA-Veteranen. Auch die Sicherheit und die dort eingesetzten Ordner werden von der PEGIDA-Bewegung gewährleistet und gestellt; diese tragen sogar eine Art Uniform mit rotem Emblem und scharen sich um den Hauptredner Höcke. Das rechte »Compact«-Magazin des Querfrontler Jürgen Elsässer ist für die Liveübertragung via YouTube-Kanal zuständig und filmt den Abend.

Mit der Person Höcke scheinen die neurechten Organisationen und Größen zu harmonieren. Eine Frauke Petry, Bundes- und Landesvorsitzende der »Alternative für Deutschland« ist dagegen nicht gekommen – sie lehnt sowohl die PEGIDA, als auch den Hauptakteur des Abends Höcke vehement ab.

Die Rede von Björn Höcke, dem 44-jährigen beurlaubten Lehrer aus Eichsfeld, wird immer wieder durch »Höcke«-Skandierungen, »Volksverräter!«-Schmähungen und standardisierten »Wir sind das Volk!«-Rufen unterbrochen. Man merkt deutlich, Höcke genießt diese Augenblicke des politischen Ruhms, gar fanatisch blickt er ins »patriotische« Publikum und lässt immer wieder die Lobeshymnen abebben, bevor er mit seinem Sermon fortführt.

Es sind Szenen, die man in der deutschen Geschichte schon mal gesehen hat, aber damals wurden diese nicht mit Hilfe der Internetplattform YouTube, sondern in schwarz-weiß und nicht in einem Brauhaus in Dresden, sondern im bayrischen München festgehalten.

Der Anfang seines Auftritts besteht aus bereits bekannten Äußerungen, die Höcke auch andernorts schon oft getätigt hat und das Bekannte bei seinem Publikum nun noch mal festigt, denn stetige Wiederholung führt bekanntlich zum »Lernerfolg«; da scheint wohl der Lehrer in ihm wieder hervorzukommen.

Gegen Ende seiner Rede geht Björn Höcke aber einen völlig neuen Weg, keine Rezitativen mehr, kein stumpfes Einpeitschen von bereits bekannten Äußerungen, sondern völlig neue Impulse. Dabei wird der AfD-Mann immer fanatischer und badet in der Aufmerksamkeit seines Publikums. Folgendes äußert er zum Abschluss seines Aufenthalts Dresden:

»Die Bombardierung Dresdens und der anschließende Feuersturm vernichtete die Elbflorenz und die darin lebenden Menschen. Die Bombardierung Dresdens war ein Kriegsverbrechen. Sie ist vergleichbar mit den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki. Mit der Bombardierung Dresdens und der anderen deutschen Städte wollte man nichts anderes, als uns unsere kollektive Identität rauben. Man wollte uns mit Stumpf und Stil vernichten, man wollte unsere Wurzeln roden. Und zusammen mit der dann nach 1945 begonnenen systematischen Umerziehung hat man das dann auch fast geschafft. Deutsche Opfer gab es nicht mehr, sondern es gab nur noch deutsche Täter. Bis heute sind wir nicht in der Lage, unsere eigenen Opfer zu betrauern. Und augenfällig wurde das wieder mit dem würdelosen Umgang mit den Opfern des Berliner Terroranschlags.

Der von Markus Mohr schon zurecht bemerkte Wiederaufbau der Frauenkirche war für uns Patrioten ein Hoffnungsschimmer dafür, dass es ihn doch noch gibt, diesen kleinen Funken deutschen Selbstbehauptungswillen. Aber, liebe Freunde, bis jetzt sind es nur Fassaden, die wieder entstanden sind. Jetzt ist unsere Geistesverfassung, unser Gemütszustand immer noch der eines total besiegten Volkes. Wir Deutschen, und ich rede jetzt nicht von euch Patrioten, die sich hier und heute versammelt haben, wir Deutschen als unser Volk sind das einzige Volk der Welt, dass sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat. Wenn man sich statt die nachwachsende Generation, mit den großen Wohltätern, mit den bekannten, weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern, in Berührung zu bringen, von denen wir ja so viele haben, Markus Mohr hat darauf hingewiesen und sie namentlich stellenweise erwähnt und es war doch nur eine kleine Gruppe, die er mangels Zeit aufzählen konnte, vielleicht mehr als jedes andere Volk auf dieser Welt, liebe Freunde, und anstatt unsere Schüler in den Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die Geschichte, die deutsche Geschichte mies und lächerlich gemacht. So kann es und so darf es nicht weiter gehen.

So kann es, so darf es und so wird es nicht weiter gehen, liebe Freunde. Es gibt keine moralische Pflicht zur Selbstauflösung. Die gibt es nicht. Im Gegenteil, es gibt die moralische Pflicht, dieses Land, diese Kultur, seinen noch vorhandenen Wohlstand und seine noch vorhandene staatliche Wohlordnung an die kommende Generation weiter zu geben, das ist unsere moralische Pflicht. Wenn wir eine Zukunft haben wollen und wir wollen eine Zukunft haben und immer mehr Deutsche erkennen, dass auch sie eine Zukunft haben wollen, dann brauchen wir eine Vision. Eine Vision wird aber nur dann entstehen, wenn wir uns wieder selber finden, wenn wir uns wieder selbst entdecken. Wir müssen wieder wir selbst werden.Selber haben werden wir uns nur, wenn wir wieder eine positive Beziehung zu unserer Geschichte aufbauen. Und schon Franz-Josef Strauß bemerkte, die Vergangenheitsbewältigung an altgesamtgesellschaftliche Daueraufgabe, die lähmt ein Volk.

Liebe Freunde, Recht hat er, der Franz-Josef Strauß! Und diese dämliche Bewältigungspolitik, die lähmt uns heute noch viel mehr als den Franz-Josef Strauß zeitens. Wir brauchen nichts anderes als eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. Wir brauchen so dringend wie niemals zuvor diese erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. Liebe Freunde, wir brauchen keine toten Riten mehr in diesem Land, wir haben keine Zeit mehr, tote Riten zu exekutieren, wir brauchen keine hohlen Phrasen mehr in diesem Land, wir brauchen eine lebendige Erinnerungskultur, die uns vor allen Dingen und zu aller erst mit den großartigen Leistungen der Altvorderen in Berührung bringt.«

(Textversion der Höcke-Rede vom 17.1.2017. Bereitgestellt von Andreas Kemper auf seiner Facebook-Präsenz)

Nach der Abschlussrede schallte tosender Applaus durch den Saal des Dresdner Ball- und Brauhaus Watzke, gefolgt von Lobeshymnen, Rufen und permanenten Standing Ovations der AfD-Anhänger und des neurechten Publikums. Höcke spricht aus, was viele seiner Anhänger von AfD und PEGIDA, aber auch der rechtsextremen Parteien, wie NPD und III. Weg denken.

Für Björn Höcke, wie anscheinend auch seinen Anhängern und Zuhörern ist nun klar geworden, dass Deutschland eine durch den 2. Weltkrieg gedemütigte und »fast ausgeschlöschte« Nation ist.

Er behauptet, wie andere rechtsextreme Vertreter innerhalb der deutschen Politiklandschaft, dass die Luftangriffe auf Dresden (vom 13. bis zum 15. Februar 1945) einem abscheulichen Kriegsverbrechen gleichkommen und von den Ausmaßen sogar vergleichbar mit den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki 1945 sind.

Er spitzt seine Argumentation damit zu, dass er sagt:

»Mit der Bombardierung Dresdens und der anderen deutschen Städte wollte man nichts anderes, als uns unsere kollektive Identität rauben. Man wollte uns mit Stumpf und Stil vernichten, man wollte unsere Wurzeln roden.«,

damit schließt sich der studierte Geschichtslehrer Höcke dem Gusto der bekannten Geschichtsrevisionisten an, wie unteranderem einem Schultze-Rhonhof (ehemaliger Generalmajor der Bundeswehr). Und reiht sich nun auch in die Riege der Neonazi-Apologeten ein; der Unterschied liegt lediglich darin, dass Höcke nicht vom »Bombenholocaust am deutschen Volk« schwadroniert.

Doch eine Aussage des letzten Teils der Brandrede Höckes stellte alles Gesagte in den Schatten, nämlich die Diffamierung des Holocaust-Mahnmahls in Berlin. Höcke sagt dazu folgendes in seiner Rede:

»Jetzt ist unsere Geistesverfassung, unser Gemütszustand immer noch der eines total besiegten Volkes. Wir Deutschen, und ich rede jetzt nicht von euch Patrioten, die sich hier und heute versammelt haben, wir Deutschen als unser Volk sind das einzige Volk der Welt, dass sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.«,

das Holocaust-Mahnmal, die notwendige Erinnerung an die durch die Nazis industriell vernichteten 6 Millionen Juden, ist für Höcke ein »Denkmal der Schande«. Die Erinnerung an das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte also etwas, was den deutschen Nachkriegsgenerationen nachhaltig geschadet hat, gar dem ganzen deutschen Volk bis heute immer noch Schaden zufügt, besonders der »deutschen Identität«.

Das Gedenken an die Opfer der Shoah ist damit also ein Teil der »Umerziehung nach 1945«, ein Plan, der die Deutschen »mit Stumpf und Stil« am Deutschsein hindern will.

Auf seiner Facebookpräsens postet Björn Höcke ein Bild, welches ein Zitat des »DER SPIEGEL«-Gründers Rudolf Augstein zeigt (DER SPIEGEL 49/1998):

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Damit will Höcke zeigen, dass er mit seiner »Mahnmal der Schande«-Apologetik nicht allein ist. Doch das Zitieren eines bekannten deutschen Nachkriegs-Antisemiten, wie Rudolf Augstein, untermauert doch  nur noch auf perfide Weise, dass Höcke und die AfD ideologische Träger von Antisemitismus sind.

Natürlich fühlte sich Björn Höcke, ein Tag danach, falsch interpretiert, aber das ist ja kein Einzelfall im »Causa Höcke«. Schon in der Vergangenheit viel Höcke durch perfide Äußerungen auf, so sprach er sich sogar für die berühmte  und verurteilte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck aus und verharmloste ihre Holocaustleugnung mit den Worten:

»sogenannte Meinungsdelikte«,

Abschließend wird aber auch klar, warum die »JA Dresden« die Liebfrauenkirche als Flyer-Hintergrund gewählt hat, denn für Höcke und seine Anhänger ist klar: Deutschland muss sich wieder seiner glorreichen Tagen erinnern. Deutschland soll wieder groß und stark werden. Deutschland muss, wie der Phönix aus der Asche steigen und den »Schuldkult« abschüttlen. Besonders Letzteres ist das Kernziel einer jeden deutschen rechtsextremen Gruppierung. 

Durch die Brandrede vom 17.1.2017 sollte klargeworden sein, dass die Verharmlosung der AfD unser demokratisches Deutschland erst bist zu diesem Punkt gebracht hat.

WEHRET DEN ANFÄNGEN!

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Der »stille« Antisemitismus in Deutschland: Intro – Von Boykott und Verbot

Wie kann Antisemitismus denn überhaupt still sein?

War Antisemitismus, sowohl der gesellschaftliche, als auch der staatliche Judenhass jemals leise?

Die frühen anti-jüdischen Äußerungen und Maßnahmen der NSDAP nach Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 verliefen alles andere als »still«, sondern am helllichten Tag und in aller Öffentlichkeit. Nach der Machtübernahme Hitlers verschärfte sich der Ton gegenüber den jüdischen Mitmenschen drastisch. Deshalb verließen schon in den ersten Monaten nach Januar 1933 vor allem die jüdischen und linken Künstler und Intellektuelle, darunter die Dirigenten Otto Klemperer und Bruno Walter, das Deutschland der Nazis.

Obwohl anhand des Wahlprogramms der NSDAP für die Reichstagswahlen im November 1932 der lupenreine Antisemitismus der Nazis unübersehbar war, herrschte keine gefühlte Panik unter der Mehrheit der etwa 525.000 Juden in Deutschland.

Der Vorstand des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, kurz CV, die Vorgängerorganisation des Zentralrats der Juden in Deutschland, äußerte sich am 30. Januar 1933 folgend:

»Im übrigen gilt heute ganz besonders die Parole: Ruhig abwarten.«

Benz, Wolfgang (Hrsg.), »Das Exil der kleinen Leute: Alltagserfahrungen deutscher Juden in der Emigration«, München 1991, S. 16

Auch die frühen Boykott-Versuche im April 1933 zeigten, wie die NSDAP immer offener versuchte Stimmung gegen deutsche Juden zu erzeugen. Der April-Boykott scheiterte vor allem daran, da in dieser frühen Phase des Nationalsozialismus die überwiegende Mehrheit der Deutschen noch nicht vom propagierten Antisemitismus »verseucht« waren. Auch die April-Gesetze von 1933 (unteranderem die Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April) trugen ihren Teil dazu bei, dass die Stimmung gegen deutsche Juden immer heftiger wurde.

Mit dieser Entwicklung, die ihren Höhepunkt in den Nürnberger Rassegesetzen (15. September 1935) erreichte, wurden deutsche Juden aus der »völkischen Gesellschaft« Nazi-Deutschlands exkludiert und für den späteren Holocaust entmenschlicht. Juden sollten das Prädikat »Mensch« verlieren, damit man dementsprechend mit diesen »Nicht-Menschen« umgehen konnte.

Das diese braunen Bäume reife Früchte trugen, zeigen die Novemberpogrome 1938 ganz deutlich (→ beschrieben in meinem Artikel »9.11.1938 – Der Abend an dem die Synagogen brannten«).

Auch die Stellung der Kirchen zur sich zuspitzenden Judenverfolgung muss hier erwähnt werden. So schreibt der Historiker Klaus Scholder:

»Kein Bischof, keine Kirchenleitung, keine Synode wandte sich in den entscheidenen Tagen um den 1. April öffentlich gegen die Verfolgung der Juden in Deutschland.«

Scholder, Klaus: »Die Kirchen und das Dritte Reich«, Bd I, »Vorgeschichte und Zeit der Illusionen 1918 – 1934«, Frankfurt a. M. 1977, S. 338 ff.

Niemand, weder in gesellschaftlichen, noch staatlichen Kreisen innerhalb Deutschlands war also wirklich »unschuldig« an der Judenverfolgung, die im Holocaust gipfelte.

Wie sieht es denn heute, 72 Jahre nach Auschwitz, nach dem unbegreiflichen industriellen Massenmord an sechs Millionen Juden aus? Ist der Antisemitismus nach der Shoah (שׁוֹאָהKatastrophe; Untergang) in Deutschland »still« geworden?

War denn der Antisemitismus jemals still?

9.11.1938 – Der Abend an dem die Synagogen brannten

Heute jährt sich die »Reichspogromnacht« zum 78. Mal.

Am 9. November 1938 kam es zu den ersten offen gewalttätigen Übergriffen der Nazis gegenüber Juden in ganz Deutschland. Überall im Land wurden Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte demoliert, Juden inhaftiert und sogar durch den wütenden deutschen Mob ermordet. In der Geschichtswissenschaft beginnt mit den »Novemberpogromen 1938« die Shoah, die deutsche industrielle Vernichtung des europäischen Judentums; auch Holocaust genannt.

Als die Synagogen brannten und die jüdischen Geschäfte in Deutschland geplündert wurden, schalten die Geräusche festlicher Umzüge an die Orte des Schreckens. Denn die Christen feierten Sankt Martin, eben jenes Fest, was einen römischen Offizier gewidmet ist, der Nächstenliebe lebte und nicht zwischen Menschen unterschied. Eine Ironie des Schicksals, denn die Nächstenliebe findet sich in der Torah, eben jenem Schriftstück, dass Deutsche während der Novemberpogrome dem realgewordenen Feuer des Antisemitismus übergaben.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst: ich bin der Ewige.                                                      Kedoschim, Waijkra 19, 18 (Levitikus 19, 18)

Eben nicht nur SA-Männer begingen diese ersten Gräueltaten gegenüber dem jüdischen Volk, sondern auch ganz normale Deutsche – Ehemännern, Familienväter, geliebte Söhne – ganz normale Menschen.

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Brennende Synagoge während der Pogromnacht 1938 in Hannover

Es gibt Berichte, dass Eltern mit ihren Kindern, die Sankt-Martin-Laternen trugen, sich die brennenden Synagogen anschauten. Es gab euphorische Jubelrufe aus dem Publikum und antisemitische Beleidigungen, die die Täter weiter anstachelten. Der systematische Judenhass fand unter den Anwesenden größtenteils Akzeptanz, ja sogar unhaltbare Freude. Die, die sich schämten, dass Menschen, Mittbürger, zu so etwas fähig waren und derartigen Hass zeigen konnten, wandten sich beschämend ab.

In so vielen Autobiographien, wissenschaftlichen Arbeiten und der Weltliteratur wurde der Abend des 9.11.1938 thematisiert. Das deutsche Judentum schrie einen stummen Schrei, einen Schrei, den niemand in Europa vernehmen wollte.

Heute, an diesem 9.11 gedenkt man in Deutschland diesem traurigen Novemberabend, an dem Synagogen brannten und man begann, das jüdische Leben in Deutschland zu beenden.

Wenn ich sehe, dass rechtspopulistische Deutsche erneut durch die Straße marschieren, besonders an einem solchen Tag, dann beginne ich zu weinen. Hat man in Deutschland wirklich vergessen, was vor 78 Jahren passierte, oder ist es schlichtweg nicht mehr wichtig, dass man daran gedenkt?

 

 

»Don’t forget the US embassy moving to Jerusalem!«

»Don’t forget the US embassy moving to Jerusalem!«, twittert Elie Leshem, stellvertretender Herausgeber der »Times of Israel« nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Vor allem in Israel hofft man nun auf eine deutlichere pro-israelische Politik seitens der USA.

In einer Rede vor dem AIPAC (American Israel Public Affairs Committee) im März 2016 bekräftigte Donald Trump, dass er bei einem Wahlsieg die Beziehung zwischen der USA und Israel noch verstärken würde. Eines seiner Hauptanliegen ist es, dass die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt wird, was eine deutliche Ansage sein würde. Denn nicht jeder Staat erkennt den Status Jerusalems als Hauptstadt Israels an, sodass Länder, wie Deutschland, Österreich, oder eben auch die USA ihre Botschaften in Tel Aviv unterhalten, anstatt in der israelischen Hauptstadt (denn das israelische Parlament, die Knesset, befindet sich in Jerusalem). Ein weiterer Punkt, den Trump immer wieder bekräftigt hatte, ist der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus im Nahen Osten und die militärische Unterstützung Israels seitens der USA.

Vor allem Hillary Clinton wird in den konservativen Kreisen Israels abgelehnt, da sie auch im Zusammenhang mit der herablassende Israel-Politik Obamas gesehen wird, die für ein eisiges Klima zwischen Präsident Obama und Ministerpräsident Netanyahu sorgte. Obwohl Clinton jüngst noch betonte, dass die gegen eine äußere Einmischung in den Nahost-Konflikt sei, wird das in Israel wohl die Mehrheit nicht überzeugen können.

Es bleibt spannend, ob und wie Trump, der seit dem 9. November nun amtlich der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist, seine Israel-Politik umsetzen wird. Vor allem im Angesicht der antisemitischen UNESCO-Resolution um den Tempelberg, der jegliche jüdische Beziehung leugnet, wird Israel gespannt bleiben, wie Trump sich verhalten wird.

Eine unendliche Geschichte – Die Zugehörigkeit des Islams zur deutschen Gesellschaft

Seit mehreren Jahren geistert diese Frage durch die deutsche Politik- und Medienlandschaft, viele Menschen haben sich an eine Lösung getraut, einige mehr andere weniger erfolgreich. Doch egal zu welchem Schluss all diese Personen kamen, die Frage blieb letztendlich immer die gleiche: Gehört der Islam zu Deutschland?

Vielleicht sollte die Frage viel wissenschaftlicher und präziser gestellt werden: Welcher »Islam« soll, kann und darf eigentlich zu Deutschland gehören? Denn immerhin gibt es nicht »den« Islam, sondern viele verschiedene Ausprägungen und Richtungen.

Der emeritierte Politikwissenschaftler Bassam Tibi ist der Meinung, dass der »Euro-Islam« gescheitert sei, also die Vorstellung einer liberal-islamischen Strömung, die problemlos mit dem deutschen Grundgesetz und der Religionsfreiheit zu vereinbaren ist. Dazu schreibt er in einem Gastkommentar in der WELT (08.05.16):

»Als Syrer aus Damaskus lebe ich seit 1962 in Deutschland, und ich weiß: Patriarchalisch gesinnte Männer aus einer frauenfeindlichen Kultur lassen sich nicht integrieren. Ein europäischer, ziviler Islam, den die Islamfunktionäre hierzulande als Euro-Islam ablehnen, wäre die Alternative. Zurzeit ist er chancenlos. Mein Lehrer Max Horkheimer hat Europa als „Insel der Freiheit im Ozean der Gewaltherrschaft“ bezeichnet. Diese Freiheit sehe ich heute gefährdet.«

Sobald das Thema »Islam und Deutschland« in der Gesellschaft behandelt wird und die allseits bekannte Frage in Talkshows, Debatten und Podiumsdiskussionen gestellt wird, reagieren die Gemüter verschiedener Meinungen und Richtungen über. Die eine extreme Gruppe meint, dass doch Terror und Islamismus nichts mit »dem« Islam zutun hätte, wobei die andere Gruppe gar behauptet, dass Muslime und ihre Religion in Deutschland »nichts zu suchen hätten«. Natürlich gehören muslimische Mitbürger zur Bundesrepublik Deutschland und zu dieser heterogenen und vor allem multikulturellen Gesellschaft, doch auch, oder besonders muslimische Mitmenschen müssen sich endlich verstärkt in diese Debatte einwerfen und dabei helfen, dass der Islam als normale und vor allem liberal-säkulare Religion etabliert werden kann. Aussagen, wie »Das hat mit dem Islam nichts zutun!«, oder »Das sind keine Muslime (gemeint werden Salafisten, oder andere muslimische Radikale)!«, sind dabei kontraproduktiv, ja sogar verträumter Blödsinn. Viele islamische Strömungen haben einen gemeinsamen Kernpunkt und eben das sind Gewaltpassagen im Qur’an und der Sunna, die so nicht mit der humanistischen und säkularen Welt Europas konform gehen können.

Dem ewigen Argument der muslimischen Verbände und vieler Sympathisanten, der Terror habe mit dem Islam nichts zutun, stellt Michael Wolffsohn in der TV-Sendung „hart aber fair“ am 11. April 2016 im Ersten klar, dass der Terror seine Wurzeln sehr wohl in der Religion besitzt:

»Gerade die heiligen Schriften und ihre buchstäbliche Auslegung sind das Problem. Eine kritische Interpretation der Quellen, wie das Christentum sie mit der Reformation oder das Judentum durch rabbinische Texte erfahren haben, hat der Islam in diesem Maße noch nicht erfahren. Deshalb ist es ein Unterschied, ob im Alten Testament das Niederbrennen irgendeines seit 2400 Jahren untergegangenen mesopotamischen Königreichs oder im Koran der Kampf gegen die – durchaus noch existierenden – Juden gefordert wird.«

Auch der renommierte deutsch-libanesische Prof. Dr. Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Uni Münster schreibt dazu in der Zeit Geschichte (2/2016):

»Viele Muslime distanzieren sich zwar davon (bezogen auf die Definition von Dschihad als Heiliger Krieg), mit dem Hinweis, das habe nichts mit dem Islam zutun, jedoch ohne sich ernsthaft mit den Argumenten des IS und anderer Extremisten auseinanderzusetzen. Sie verkennen, dass das Problem tief in der islamischen Tradition verwurzelt ist.«

Ein recht großes Problem im Bezug auf die Beantwortung der Frage »Gehört der Islam zu Deutschland?«, sind radikalisierte muslimische Jugendliche – eben die wichtigsten Fußsoldaten des Islamischen Staates.

Vor allem Jugendliche mit Immigrationshintergrund aus dem westlichen Europa (Frankreich, Großbritannien, den Beneluxländern und Deutschland) und ihren Brennpunkten, bilden den Kern der Anhängerschaft des Islamischen Staates. Durch islamistische Scharfmacher in Moscheen und Jugendtreffs, oder während der sogenannten »Street Dawa«, werden diese jungen Menschen zu hörigen Soldaten des Kalifats in Syrien und dem Irak erzogen. Der deutsch-israelische Psychologe Achmad Mansour nennt diese jugendliche Gruppierung unter muslimischen Jugendlichen »Generation Allah«, eben genau die Art von Jugendlichen, die nur noch im fundamentalistischen Islam ihre Lebenserfüllung finden. Der Weg von einer radikalen Moscheegemeinde bis zum Kriegsgebiet Syrien unter der schwarzen Flagge des IS, oder der Schahāda, ist fließend.

Es muss eine konsequente Intervention im Hinblick auf muslimische Jugendlichen, ihre Religionsvorstellung und ihre patriachale Familienstruktur folgen, damit man Herr dieser Lage werden kann. Muslimische Jugendliche machen vor allem die nicht-muslimische Umwelt, das deutsche, oder europäisch-westliche Staatgefüge und eben auch das Judentum als »Strippenzieher« allen »Bösen« im Nahen Osten für die Probleme der islamischen Welt, aber besonders für ihr eigenes Versagen verantwortlich.

Voraussetzung für eine solche Liberalisierung und Integration des Islams in Deutschland, ist, dass Muslime die wissenschaftliche Islamkritik (das gilt selbstverständlich nicht für beleidigende Hetzkampagnen und unseriöse Islam-Diffamierungen, wie man sie bei der AfD, oder der PEGIDA oft antrifft) als durch das Grundgesetz gegebene Freiheit respektieren.

Sobald der Islam in irgendeiner Art und Weise vermeintlicher Kritik ausgesetzt wird, springen unzählige Muslime und nicht-muslische Sympathisanten in die Runde. Dabei wird leider eins ziemlich deutlich, denn der Islam, sowie viele Muslime, sind noch nicht bereit Kritik zeitgemäß zu akzeptieren.

Das folgende Beispiel zeigt, wie muslimische Jugendliche im Bezug auf Islamkritik, Judentum und Grundgesetze leider zu argumentieren wissen:

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Theologische Antwort auf die Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium, 7. August 2016 (Lk 12,32-40) – »Fürchtet euch nicht!«

Ein theologisch interessanter Ansatz, der zum weiteren Nachdenken anregt.

Mein Gedanke ist, dass es nicht die eigentliche Angst vor dem Tod ist, die den Menschen umtreibt, immerhin ist das Ende die Normalität für jedes von G’tt geschaffene Wesen, es ist die Art des Sterbens, welches uns Menschen ängstigt. Es ist ein unterschied, ob ein Greis, der sein Leben gut und lange auskosten konnte in einem Bett diese Welt verlässt, oder ein junger Mensch durch eine Autobombe, oder vielleicht sogar unter Folter mit schweren Verletzungen und mit grässlichen Schmerzen, dahin scheidet.

Die Worte Yeshua‘ in Lk 12,32-40 versichert dem Gläubigen, dass sich HaShem, der Ewige, sich um seine Herde kümmern wird, egal was passieren mag, aber dennoch kann selbst der Ewige und sein Versprechen uns nicht gänzlich die Angst nehmen; die Angst bleibt für jedes Wesen fester Bestandteil, so wie Sie es auch geschrieben haben. Traurige Gewissheit und nackte Angst haben auch die Menschen während der Shoah gehabt, als sie auf der Rampe in Auschwitz, oder in anderen Konzentrationslagern in das Gas geschickt wurden. Unter diesen Menschen waren normale Gläubige, Rabbiner und auch Atheisten, aber alle teilten sich diese menschliche Angst, die weder HaShem, noch jemand anders ihnen hätten nehmen können. Da erzeugen die Berichte über gläubige Juden, die noch in der Gaskammer das Shema Jisrael (»Höre Jisrael, der Ewige ist unser G’tt; der Ewige ist eins!«) rezitierten eine Gänsehaut, denn der Glaube an das Versprechen des Ewigen uns nicht im Stich zu lassen, hielt bis in den Tod; ähnliche Berichte gibt es auch über Christinnen und Christen, die während der NS-Herrschaft ermordet wurden.

Natürlich ist in der heutigen Zeit, wenn man an Terror und Verfolgung, besonders von Christen im Nahen Osten (Syrien, der Irak und in anderen muslimischen Ländern) denkt, Angst ein zweischneidiges Schwert, denn Angst ist, wie Hass auch, ein gefährlicher Ratgeber. Wir dürfen unsere Objektivität nicht durch Angst und Verzweiflung trüben lassen, denn dann machen wir uns anfällig für Kurzschlussreaktionen, wie eben der oben genannte Hass.

In diesem Kontext hat Yeshua recht, wenn er auf den himmlischen Schutz durch den Ewigen verweist, denn G’tt lässt keinen seiner Schäfchen, weder Juden, noch Christen, im Regen stehen, wenn es zum Ende hingeht. Wir können nur beten, wenn die unsere Zeit abgelaufen ist, dass wir in Frieden und möglichst schmerzfrei diese Welt verlassen.

Schalom

Hier der Link zu den Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium, 7. August  2016 (Lk 12,32-40) – »Fürchtet euch nicht!«

http://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/christ/bibel/gedankenzumevangelium/article/51622.html

Tag des Judenhasses – Der al-Quds-Tag in Berlin

Der internationale al-Quds-Tag rückt näher und bildet wieder einmal ein ideales Sammelbecken für Antisemiten, Antizionisten und Israelfeinden. Auch in Berlin wird es in diesem Jahr wieder eine Demonstration am al-Quds-Tag geben. Wie gewohnt wird dieser auf dem Adenauerplatz im Herzen Berlins stattfinden. Einen anderen al-Quds-Tag im deutschsprachigen Raum wird es auch wieder in Wien geben.

In den Jahren davor fielen diese antisemitischen Großtreffen im Herzen der Bundesrepublik (und eben auch Österreichs) immer wieder negativ auf, besonders da offen gegen Juden und Israel gehetzt wurde.

Was ist eigentlich dieser al-Quds-Tag? 

Der al-Quds-Tag (Internationaler Jerusalemtag) ist ein iranischer Feiertag, der als ein Kampftag gegen Israel und den Zionismus inszeniert wird. Besonders wird die »Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern« in den Mittelpunkt gesetzt. Damit wird gemeint, dass Jerusalem, die legitime Hauptstadt des Staates Israel, für Muslime und den Islam zurückerobert werden muss.

Die Initiatoren des al-Quds-Tags in Berlin kündigen diesen Tag, wie folgt an:

Aufruf zur Qudstag Demonstration am internationalen Jerusalemtag!

Für ein freies Palästina und ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Religionsgemeinschaften.

Samstag, 2. Juli 2016
14:30 Uhr Berlin - Adenauerplatz

über den Kurfürstendamm zum Wittenbergplatz

Widerstand der „Völkergemeinschaft“ gegen die kriegerische „Weltherrschaft“

Die Welt ist weder sicherer noch gerechter geworden. Im Gegenteil: Terroranschläge und Bürgerkriege werden noch brutaler weitergeführt und die Zahl der Opfer steigt rasant. Ob amerikanische und israelische Drohnen oder saudi-arabische Kampfflugzeuge im Einsatz sind, ob wahabitisch-extremistische Attentäter zuschlagen – das Ergebnis ist jedes Mal das gleiche: die Zerstörung der Lebensgrundlage vieler islamischer Völker, wodurch eine Völkerwanderung in Richtung Europa ausgelöst wurde.

Der „Krieg gegen den Terror“, der seit dem 11.September 2001 unter der Führung der USA bis heute anhält, hat sich inzwischen als ein Terrorkrieg gegen die islamischen Völker enttarnt. Wir alle sind dazu verpflichtet, gegen diesen unmenschlichen Terrorkrieg Widerstand zu leisten.
Warum Widerstand und wie der in Europa verwirklicht werden soll – dies wird am Qudstag thematisiert. Der Jerusalemtag ist ein Anlass, gemeinsam gegen die Unmenschlichkeit zu demonstrieren, um den Willen der Kriegstreiber zu brechen.

Ob Muslime, Christen oder Juden, ob Araber, Türken oder Deutsche – alle zusammen bilden wir die „Völkergemeinschaft“.

Qudstag ist der Tag der Unterstützung des Widerstandes.


Allein aus diesem kurzen Info-Flyer entsteht ein klares Freund-Feind-Schema, eine immer gleiche Ideologie des Hasses und der Lügen: die »bösen« Juden und ihre amerikanischen Unterstützer wollen die armen islamischen Völker vernichten. Von  der brutalen Verfolgungen von Eziden und Christen spricht der Flyer natürlich nicht, denn diese Menschen werden ja nicht durch das verhasste Israel, oder die USA, ermordet. Also kaum erwähnenswert für diese Friedensengel.

Gerne wird verschwiegen, dass Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten ist, wo Menschen egal welcher Hautfarbe, Religion, Geschlechts, oder sexueller Ausrichtung in Frieden leben können. Es passt schlicht und einfach nicht ins Konzept der Antisemiten und Antizionisten, also müssen sie einen drohenden Genozid an den »islamischen Völkern« erfinden, diese Lüge reißerisch aufbereiten und Juden als die bösen Initiatoren im Hintergrund präsentieren. Ein lupenreiner Antisemitismus eben, der sogar vom deutschen Staat toleriert und von einigen Parteien offen unterstützt wird.

„Es ist eine Schande, dass in Berlin Raum gelassen wird für Antisemitismus und Israel-Hass. Denn nichts anderes haben die Al-Quds-Demonstrationen der vergangenen Jahre zutage gefördert, und nichts anderes ist auch in diesem Jahr zu erwarten” 

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland

Und dennoch wird dieser schändliche Tag in Berlin zelebriert, nicht nur von Muslimen, sondern auch von deutschen Linken und Rechten, die glücklich vereint gegen Israel und  Juden hetzen können. Wenn es gegen Israel und die Juden geht, dann sind auch die ärgsten Feinde auf einmal gute Freunde.

Einen Lichtblick gab es aber in dieser Woche schon, denn der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) hat es geschafft! Am kommenden Samstag sind Fahnen der libanesisch-islamistischen Terrormiliz Hisbollah verboten. In der Vergangenheit waren auf den al-Quds-Demonstrationen in Berlin viele Libanesen, die ihre Sympathie mit der judenhassenden Terrormiliz Hisbollah zeigten.

Im Angesicht der Flüchtlingssituation ist es wichtiger denn je, dass die deutsche Gesellschaft Sympathie mit Jüdinnen und Juden in Deutschland und eben auch gegenüber dem Staat Israel, der sichersten Heimstätte des Judentums, zeigt. Denn nicht wenige Geflohene muslimischen Glaubens verachten Juden und auch den Staat Israel, denn dank der Propaganda des syrischen Diktators Assad und des verschwörungstheoretischen Hasses gegenüber Juden im Nahen Osten, haben viele Menschen, die nach Deutschland kommen, Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden.