»Don’t forget the US embassy moving to Jerusalem!«

»Don’t forget the US embassy moving to Jerusalem!«, twittert Elie Leshem, stellvertretender Herausgeber der »Times of Israel« nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Vor allem in Israel hofft man nun auf eine deutlichere pro-israelische Politik seitens der USA.

In einer Rede vor dem AIPAC (American Israel Public Affairs Committee) im März 2016 bekräftigte Donald Trump, dass er bei einem Wahlsieg die Beziehung zwischen der USA und Israel noch verstärken würde. Eines seiner Hauptanliegen ist es, dass die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt wird, was eine deutliche Ansage sein würde. Denn nicht jeder Staat erkennt den Status Jerusalems als Hauptstadt Israels an, sodass Länder, wie Deutschland, Österreich, oder eben auch die USA ihre Botschaften in Tel Aviv unterhalten, anstatt in der israelischen Hauptstadt (denn das israelische Parlament, die Knesset, befindet sich in Jerusalem). Ein weiterer Punkt, den Trump immer wieder bekräftigt hatte, ist der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus im Nahen Osten und die militärische Unterstützung Israels seitens der USA.

Vor allem Hillary Clinton wird in den konservativen Kreisen Israels abgelehnt, da sie auch im Zusammenhang mit der herablassende Israel-Politik Obamas gesehen wird, die für ein eisiges Klima zwischen Präsident Obama und Ministerpräsident Netanyahu sorgte. Obwohl Clinton jüngst noch betonte, dass die gegen eine äußere Einmischung in den Nahost-Konflikt sei, wird das in Israel wohl die Mehrheit nicht überzeugen können.

Es bleibt spannend, ob und wie Trump, der seit dem 9. November nun amtlich der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist, seine Israel-Politik umsetzen wird. Vor allem im Angesicht der antisemitischen UNESCO-Resolution um den Tempelberg, der jegliche jüdische Beziehung leugnet, wird Israel gespannt bleiben, wie Trump sich verhalten wird.

Die Homosexualität und der Islam – Gelebter Hass und Auftrag zur Gewalt

Am frühen Sonntagmorgen stürmt ein Mann den LGBT-Nachtclub Pulse in Orlando (Florida). Bei diesem Terroranschlag sterben 49 Menschen, 50 weitere Menschen werden verletzt. Der Attentäter Omar Mateen wird von der Polizei erschossen. Danach bleiben vor allem die Fragen zur möglichen Motivation des Täters. Mit großer Gewissheit muss man sagen, dass Mateen ein radikalisierter Muslim war und möglicherweise Verbindungen zum Islamischen Staat unterhielt. Die meisten deutschsprachigen Medien aber fabulieren immer noch über mögliche psychische Instabilität. Dadurch macht man wieder den Terroristen zu einem Täter, der gleichzeitig auch »Opfer« war, nämlich Opfer einer psychischen Erkrankung. Aber damit werden die Hintergründe des Anschlags von Orlando nur simplifiziert, man umgeht gezielt die Problemstellung.

Man muss sich dem Problem klar und offen stellen, nämlich der Tatsache, dass vor allem der gelebte Islam für viele Gläubige eine homophobe Lebensweise voraussetzt. Natürlich wirkt so ein Statement für viele AfD-PEGIDA-Gegner wie ein Bekennerschreiben an den momentanen rechten Populismus in Deutschland. Doch gerade bei der Negierung der Probleme des gelebten Islams, überlassen wir die Ursachenforschung und »Konfliktbeweltigung« den rechten Anhängern der oben genannten Gruppierungen und das ist schlecht!

(14) Und wenn einige euerer Frauen eine Hurerei begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg gibt. (15) Und wenn zwei von euch (Männern) es begehen, dann fügt ihnen Übel zu. Wenn sie (aber) umkehren und sich bessern, dann lasst ab von ihnen; denn Allah ist Gnädig und Barmherzig. 

 

Sura 4 An-Nisa‘, 14 – 15

Natürlich kann man Stellen aus der hebräischen Bibel (dem Tanach) und dem Neuen Testament nehmen, die belegen, dass die Homosexualität auch in Juden- und Christentum zu den biblischen »Sünden« gehören und deshalb kategorisch abgelehnt werden müsste. Doch mit diesem Vorgehen würden wir einen entscheidenden Fehler machen, nämlich ignorieren, dass nur innerhalb der muslimischen Welt religiöse Ablehnung und Hass in Gewalt umschlägt. Es geht auch nicht wirklich um entscheidende Texte in Koran und Bibel, sondern darum, wie der Gläubige die Aufgabe, diesen »göttlichen Auftrag«, annimmt gegen diese »Sünde« und den »Sünder» vorzugehen.

In der theokratischen Autokratie Republik Iran werden Homosexuelle zu langen Haftstrafen, Folter und zum dem Tod am Baukran verurteilt. In Saudi-Arabien, dem Geburtsland des Islams, wird Homosexualität brutal verfolgt und mit dem Tod geahndet . Auch die Araber in den arabischen Autonomiegebieten (Judea, Samaria und Gaza), die immer wieder gerne von den antisemitischen BDS-Gruppen verteidigt werden, verfolgen Homosexuelle. Besonders aus Gaza fliehen viele homosexuelle Araber in den liberalen Nachbarstaat Israel (Tel Aviv gilt als die »Gay Pride« Hauptstadt des Nahen Ostens). Das beliebte Urlaubsziel Türkei gilt zwar als »liberalstes« Land unter den muslimischen Staaten (Homosexualität ist seit 1852 kein Straftatbestand mehr), doch wirklich sicher sind auch dort Homosexuelle nicht.

Man muss innerhalb dieser Debatte akzeptieren können, dass die Homosexualität in fast allen muslimischen Ländern nicht nur tabuisiert, sondern brutal verfolgt und verurteilt wird. Der koranische Befehl im Bezug auf den »Sünder«ist eindeutig: »und wenn zwei von euch (Männern) es begehen, dann fügt ihnen Übel zu.«, und lässt keinen Raum für Interpretationen. Die Homosexualität und der bekennende Homosexuelle sind Feinde der religiösen Gemeinschaft und gehören ausgesondert, dass bedeutet in vielen muslimischen Gesellschaftsformen und Staaten den Tod.

Aus diesem Grund ist die immer gleiche Phrase:»Das hat nichts mit dem Islam zutun!«, sowohl für den liberalen Islam, als auch für die vielen liberalen Muslime schädlich.

Der bekannte ägyptisch-deutsche Politikwissenschaftler und Autor Hamed Abdel-Samad äußerte sich wie folgt auf seiner Facebook-Seite:

Wer diese Tatsachen ausblendet um Muslime vor Generalverdacht zu schützen, trägt nicht zur Lösung des Gewaltproblems bei, und verhindert dass die Quelle des Hasses effektiv bekämpft wird. Das lässt die Spirale der Gewalt weiter eskalieren und am Ende verlieren auch die Muslime!
Also sind die Kritiker des Islam langfristig die wahren Freude der Muslime, und die Beschwichter sind nur sanfte Rassisten, die Muslimen nicht zutrauen, die hausgemachten Probleme selbst lösen zu können!

Auch in Deutschland müssen Menschen, die Muslime vor dem Generalverdacht schützen wollen, akzeptieren, dass sich islamisch religiös motivierte Gewalt besonders gegen Gruppierungen richtet, wie Juden, Christen und eben auch Schwule. Dafür muss eine gemeinsam eine Lösung gefunden werden, damit ein Zusammenleben auch in Zukunft weitaus friedlich verlaufen kann.